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Osteopathie für Kinder

Die kindliche Struktur unterscheidet sich nicht nur in ihrer Festigkeit von der eines Erwachsenen, viele Verhältnismäßigkeiten sind auch anders. Als Osteopathin nutze ich die Osteopathie als kindgerechte Ergänzung zur Schulmedizin. Sie wird von Kindern als besonders schmerzfrei und sanft wahrgenommen. Ich sehe den Körper dabei als ein funktionierendes System, ähnlich einem Uhrwerk: Alles steht miteinander in Verbindung, ist ständig in Bewegung und funktioniert nur im Zusammenspiel. Wird dieses Zusammenwirken beispielsweise durch eine Erkrankung gestört, suchen wir die Ursache mithilfe sanfter Berührungen. Beschwerden wie Bauchschmerzen, auffälliges Schreien, Asymmetrien oder motorische Entwicklungsverzögerungen werden ganzheitlich betrachtet und im System des Kindes ausgeglichen.  

Folgend gebe ich einige Beispiele für typische Beschwerden bei Kindern in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen, die wir in unserer Praxis antreffen:

im Säuglingsalter:

  • Dreimonatskoliken
    Hierbei handelt es sich um starke Bauchkrämpfe, die vor allem in den ersten drei Lebensmonaten auftreten können. 

     

  • Zephalien
    Eine Abflachung auf einer Seite des Kopfes (Plagiozephalie) oder auf der Rückseite des Kopfes (Brachyzephalie) als Schädelverformungen bilden sich, wenn das Kind immer in der gleichen Position schläft.

     

  • Trinkstörungen oder Reflux
    Spucken oder Saug- und Schluckprobleme sind Symptome, die durch eine ungünstige Lage im Mutterleib oder übermäßigen Druck auf den Kopf Ihres Babys entstehen können.

     

  • Schlafstörungen
    Das Kind wacht häufig auf, obwohl es weder hungrig noch durstig ist. So kommt das Baby (und die Eltern) auf nur wenige Stunden Schlaf am Stück.

     

  • KISS-Syndrom
    (Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung)
    Starkes Schreien oder eine asymmetrische Neigung des Babys sind klassische Symptome. 

     

  • Rumpfasymmetrie
    Eine "Verdrehung des Rumpfes" kann sich auf die Gelenke, Muskulatur aber auch auf die inneren Organe auswirken. Das hat dann auch Schmerzen zur Folge.

im Kleinkindalter:

  • Ottis Media
    Neben der schmerzhaften Mittelohrentzündung an sich, sind vor allem ihre Komplikationen gefürchtet. In seltenen Fällen kann es zu einer Mastoiditis und anderen Kopf- oder Nackeninfektionen kommen. Wesentlich häufiger bildet sich ein persistierender Paukenerguss, der zu einer Perforation des Trommelfells führen kann.
     
  • häufige Infekte
    Infektionen aller Art, leichte wie Schnupfen, aber auch schwerere wie Bronchitis oft mit der Wahrnehmung, dass Ihr Kind sich zwischen den Infekten nicht mehr richtig erholt.

     

  • motorische Defizite
    Störungen der motorischen Fertigkeiten bedeuten eine entscheidende Beeinträchtigung für das Kind. Sie engen nicht nur den Bewegungs- und Handlungsspielraum ein, sie hemmen es meist auch in seinen sozialen Aktivitäten, beeinträchtigen sein Selbstwertgefühl und sein Selbstvertrauen und können weitere Persönlichkeitsbereiche negativ beeinflussen.

beim Heranwachsenden:

  • „Wachstumsschmerzen“
    Kinder zwischen 3 und 13 wachsen oft in Schüben. Begleiterscheinungen  können vorwiegend nachts brennende, ziehende oder klopfende Schmerzen in beiden Beinen (oder Armen) sein, typischerweise in den Waden, Kniekehlen, Schienbeinen oder an den Vorderseiten der Oberschenkel.

     

  • Knie- und Hüftprobleme
    Leiden Kinder unter einseitigen Hüft- oder Knieschmerzen, wollen sie plötzlich nicht mehr laufen und "hinken" sichtbar.

     

  • Konzentrationsprobleme
    Lernstörungen, Unaufmerksamkeit, Leseschwäche, Rechtschreibschwäche, Kopfschmerzen und Hyperaktivität sind Symptome bei Schulkindern. 
    Funktionelle Augenmuskelstörungen oder eine Bewegungsstörung der oberen Halswirbelsäule sind nur einige von vielen Ursachen.

     

  • Kieferorthopädische Befunde
    Der Kiefer von drei- bis zehnjährigen Kindern verändert sich sehr stark. Dabei können Spannungen an Bändern und Muskeln im Kieferbereich ansteigen. Das kann bei Ihrem Kind zu Kopfschmerzen und Nackenverspannungen, oder - später -  zu starken Schmerzen oder letztlich sogar zu Fehlstellungen oder Konzentrationsproblemen führen.

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